Ich bin seit Samstag krank und das nervt! Also, angefangen hat es damit, dass ich Samstag aufgewacht bin und übertrieben Halsschmerzen hatte.. hab mir da nichts weiter bei gedacht, erst mal geskypet und bin dann danach mit Hanna auf die Upper East Side gefahren, weil wir zu Ladurée wollten - die geilsten Macarons aller Zeiten! - und einfach um auch mal wieder was zu machen. Wir sind dann natürlich erst einmal in die falsche Richtung gelaufen ("Ähm sollte das Chrysler Building nicht hinter uns liegen?"), bis wir den Laden endlich gefunden haben. Und dann mussten wir anstehen um rein zu kommen :D War sehr lustig, aber es hat sich gelohnt, auch wenn es echt sau teuer war, die Dinger sind echt unglaublich lecker. Ich hatte schon mal welche in Bonn gegessen, aber das war nicht so mein Fall, deshalb habe ich nie so viel davon gehalten, aber OMG ich bin überzeugt, sooo lecker einfach. Ich kann gar nicht mehr aufhören davon zu schwärmen :D Hanna und ich werden die demnächst auch mal selber machen, wobei ich irgendwie nicht so ganz davon überzeugt bin, dass das klappt.
Auf dem Weg zu Ladurée sind wir noch an sehr vielen anderen Läden vorbei gekommen und haben ein bisschen was gestöbert, aber nicht so wirklich was gefunden, außer mal wieder Nagellack. Anschließend sind wir noch zum Times Square gefahren um den auch mal im dunkeln zu sehen, aber es war echt so übertrieben voll, dass es sich nicht so richtig gelohnt hat. Wir sind dann noch in den Forever21 da, Schal, Cardigan und Leggins gekauft, und in den M&M Store, nichts gekauft und viel zu voll! Anschließend sind wir nach Hause gefahren und mir ging es echt schon ziemlich dreckig. Über den Tag hin ist es immer schlimmer geworden, so dass mir auf dem Heimweg alles weh getan hat, der ganze Körper, Hals und Kopf, Nase war zu und ich hatte Husten. Zuhause habe ich eine Nudelsuppe gemacht, die die mich kennen wissen, dass ich ein Suppenkind bin und die auch echt gut kann :D Anschließend haben Hanna und ich uns noch 2 Macarons gegönnt, sie ist dann nach Hause und ich ins Bett. Das komische an diesem Wochenende war, dass ich Freitags um 12 Uhr Abends ins Bett bin, Samstags um 12 Uhr Mittags aufgestanden und um 12 Uhr Abends wieder ins Bett, Sonntags wieder erst um 12 aufgestanden und Abends schon um 11 ins Bett, also anscheinend hatte ich den Schlaf echt dringend nötig, mir geht es heute, Montag, aber immer noch nicht gut :/ Habe am Sonntag dann auch gar nichts mehr gemacht und heute, außer mit meinem Papa geskypet, auch nichts. Jetzt muss ich gleich schon wieder los die Kinder abholen, aber hab sie dann zum Glück nur eine Stunde, weil meine HM heute um 4 nach Hause kommt um mich zu entlasten.
Aber ich habe noch ein paar Neuigkeiten. Mein iPhone Chaos hat sich gelöst, ich hab mir am Freitag das 5er bestellt. Es war dann doch günstiger und ich habe da keine Angst am Flughafen Zoll bezahlen zu müssen, weil ich das 5 ja theoretisch schon in Deutschland hätte kaufen können.. naja ich hoffe es klappt auch alles so wie ich es mir vorstelle und es kommt bald an! Ich freu mich schon wenn ich mein langsames Schrott-iPhone los bin :D
Liebe Grüße und bis bald,
Jenny
Montag, 28. Oktober 2013
Donnerstag, 24. Oktober 2013
Halloween und Handygelaber
Hallo ihr, hier "Halloween-t" es sehr - soll heißen: alle drehen durch!
Die Kids fragen mich schon jeden Tag wie lange es noch bis Halloween dauert und ich muss sie jeden Tag enttäuschen in dem ich nicht sage, dass es morgen ist. Sehr viele Häuser sind hier schon dekoriert und ab dieser Woche fangen auch schon die ersten Halloween-Partys an.
Ich hab das Gefühl, dass Halloween hier eher sowas wie Karneval ist, eine Woche lang verkleidet rumlaufen, feiern und Süßigkeiten sammeln.. naja, vllt wie eine Mischung aus Karneval und St. Martin?
Allerdings verkleidet sich hier niemand so wirklich gruselig, man will eher schön aussehen, die beiden Mädels gehen z.B. als Batgirl und Fee. Hanna und ich werden unsere Dirndl anziehen und als "German Girls" gehen, meine Gastmutter war total begeistert. Ich freu mich auch schon ein wenig hier mal so richtig Halloween mitzubekommen, in Deutschland wird es ja nicht so wirklich gefeiert.
Heute waren die beiden Mädchen schon mit ihrer Tante und dem Vater auf einer Halloweenparty auf der Upper Eastside, von der Junior League (oder so), und als sie gerade nach Hause gekommen sind ist C. nur noch ins Bett gefallen, sie war echt richtig kaputt, M. war allerdings noch nicht müde und hat auf ihr tägliches TV Programm bestanden, habe ihr dann eine halbe Stunde erlaubt, die ich hier noch mit Hanna gechillt habe.
Morgen ist ENDLICH wieder Wochenende, was für mich Zahltag heißt. Zur Zeit spare ich auf ein neues iPhone, da meins nach 3 Jahren doch ausgedient hat, man merkt halt doch, dass die Geräte extra so gebaut werden, dass sie nach Verfall der Garantie nicht mehr so schnell sind. Alleine, dass ich heute 3x meinen Akku neu laden musste ist mir schon ziemlich auf den Geist gegangen.
Ab morgen kriege ich auch wieder meinen vollen Betrag, ich hatte nämlich wegen den UGG Boots 4 Wochen lang 50$ weniger bekommen, was meiner Hostmum lieber war als mir eine Woche gar nichts zu geben. Das iPhone werde ich dann in 4 Wochen spätestens zusammen haben, also ist das schon mal kein Problem und dann müssen nur noch die Weihnachtsgeschenke dran. Allerdings ärger ich mich schon ein bisschen, dass ich dann am Ende gar kein Geld mehr übrig habe, aber naja. Ich bin auch noch am überlegen ob ich mir das 5 oder das 5s holen soll. Preislich macht es keinen SO großen Unterschied, aber ich würde am Zoll sehr viel einfacher durchkommen, als wenn ich mir das 5s hole, was es bei meiner Ausreise ja noch nicht in Deutschland gab.. naja, wie auch immer ich mich entscheide, ich freu mich auf ein neues Handy, dass nicht 3x am Tag geladen werden muss, nicht immer abstürtzt/hängen bleibt und was auch wieder richtig funktioniert. Vllt hole ich mir auch gar kein iPhone sondern irgendein anderes Smartphone... aaaaber egal. Genug Handy-Gerede.
Jetzt noch ein paar Bilder von der Brooklynbridge usw.
Soo, das wars jetzt auch schon wieder, ich würde sehr gerne noch ein paar Bilder posten, von Hannas Hostkindern, aber ich weiß nicht ob ich das darf, deswegen lasse ich es lieber. :D
Bis bald,
Jenny <3
Die Kids fragen mich schon jeden Tag wie lange es noch bis Halloween dauert und ich muss sie jeden Tag enttäuschen in dem ich nicht sage, dass es morgen ist. Sehr viele Häuser sind hier schon dekoriert und ab dieser Woche fangen auch schon die ersten Halloween-Partys an.
Ich hab das Gefühl, dass Halloween hier eher sowas wie Karneval ist, eine Woche lang verkleidet rumlaufen, feiern und Süßigkeiten sammeln.. naja, vllt wie eine Mischung aus Karneval und St. Martin?
Allerdings verkleidet sich hier niemand so wirklich gruselig, man will eher schön aussehen, die beiden Mädels gehen z.B. als Batgirl und Fee. Hanna und ich werden unsere Dirndl anziehen und als "German Girls" gehen, meine Gastmutter war total begeistert. Ich freu mich auch schon ein wenig hier mal so richtig Halloween mitzubekommen, in Deutschland wird es ja nicht so wirklich gefeiert.
Heute waren die beiden Mädchen schon mit ihrer Tante und dem Vater auf einer Halloweenparty auf der Upper Eastside, von der Junior League (oder so), und als sie gerade nach Hause gekommen sind ist C. nur noch ins Bett gefallen, sie war echt richtig kaputt, M. war allerdings noch nicht müde und hat auf ihr tägliches TV Programm bestanden, habe ihr dann eine halbe Stunde erlaubt, die ich hier noch mit Hanna gechillt habe.
Morgen ist ENDLICH wieder Wochenende, was für mich Zahltag heißt. Zur Zeit spare ich auf ein neues iPhone, da meins nach 3 Jahren doch ausgedient hat, man merkt halt doch, dass die Geräte extra so gebaut werden, dass sie nach Verfall der Garantie nicht mehr so schnell sind. Alleine, dass ich heute 3x meinen Akku neu laden musste ist mir schon ziemlich auf den Geist gegangen.
Ab morgen kriege ich auch wieder meinen vollen Betrag, ich hatte nämlich wegen den UGG Boots 4 Wochen lang 50$ weniger bekommen, was meiner Hostmum lieber war als mir eine Woche gar nichts zu geben. Das iPhone werde ich dann in 4 Wochen spätestens zusammen haben, also ist das schon mal kein Problem und dann müssen nur noch die Weihnachtsgeschenke dran. Allerdings ärger ich mich schon ein bisschen, dass ich dann am Ende gar kein Geld mehr übrig habe, aber naja. Ich bin auch noch am überlegen ob ich mir das 5 oder das 5s holen soll. Preislich macht es keinen SO großen Unterschied, aber ich würde am Zoll sehr viel einfacher durchkommen, als wenn ich mir das 5s hole, was es bei meiner Ausreise ja noch nicht in Deutschland gab.. naja, wie auch immer ich mich entscheide, ich freu mich auf ein neues Handy, dass nicht 3x am Tag geladen werden muss, nicht immer abstürtzt/hängen bleibt und was auch wieder richtig funktioniert. Vllt hole ich mir auch gar kein iPhone sondern irgendein anderes Smartphone... aaaaber egal. Genug Handy-Gerede.
Jetzt noch ein paar Bilder von der Brooklynbridge usw.
| Brooklynbridge, schön schief :D |
| Skyline von Manhatten |
| Die beste Werbung die ich hier bis jetzt gesehen habe :D |
| Die Statue of Liberty von einem Aussichtspunkt in dem Viertel Red Hook. |
Soo, das wars jetzt auch schon wieder, ich würde sehr gerne noch ein paar Bilder posten, von Hannas Hostkindern, aber ich weiß nicht ob ich das darf, deswegen lasse ich es lieber. :D
Bis bald,
Jenny <3
Donnerstag, 17. Oktober 2013
It's official..
..ich werde nach Weihnachten Zuhause bleiben.
Meine Hostmum ist heute auf mich zugekommen und hat mich gefragt ob ich nach Hause möchte, sie sieht, dass es mir nicht gut geht und möchte etwas dagegen tun, damit ich wieder glücklich werde. Ich habe dann irgendwie versucht ihr zu erklären wie ich mich fühle. Zum Beispiel hatte ich gestern einen wirklich guten Tag, was den heutigen einfach noch schlimmer gemacht hat. Dadurch, dass ich mich gestern gut gefühlt habe, hat sich meine mittlerweile normale Stimmung schlimmer angefühlt als vorher, deswegen war ich auch heute sehr niedergeschlagen. Wir haben noch sehr lange geredet und sie hat nochmal betont, dass sie mir absolut keine Vorwürfe macht, weil es einfach etwas ist was man vorher nicht wissen kann, dass wir auf jeden Fall in Kontakt bleiben und dass sie mich mit den Kindern im Sommer besuchen kommt, was mich auch sehr gefreut hat, denn auch wenn ich hier nicht wirklich glücklich bin liegt es letztendlich nicht an ihnen und sie sind jetzt schon wie ein Teil meiner Familie für mich geworden und ich weiß ganz genau, dass ich sie alle sehr vermissen werde.
Jetzt fühle ich mich dann doch irgendwie erleichtert und weiß auch, dass ich die nächsten 2 Monate viel mehr genießen kann und hoffentlich auch werde! Es gibt immer noch so viel zu sehen und da mir jetzt quasi "nur" noch 2 Monate bleiben, werde ich alles dafür geben so viel wie möglich von New York aber auch von dem Rest der USA zu sehen. Da ich am Samstag arbeiten muss, hat meine Hostmum mir vorgeschlagen, dass ich mit den Kindern ins "Museum of Natural History" gehen kann, was man zb. aus dem Film "Nachts im Museum" kennt, worauf ich mich auch echt freue, da wollte ich nämlich die ganze Zeit schon hin. Außerdem werde ich demnächst mal mit der Staten Island Ferry fahren und mir die Freiheitsstatue genauer ansehen und mit Hanna vllt noch mal zum Top of the Rock. Ich werde auch noch Emilie in Washington DC und Lola in Raleigh (North Carolina) besuchen und dann mal sehen was ich mir sonst noch so angucken kann, evtl fahre ich noch an einem Wochenende mit Hanna nach Boston.
Wovor ich ein wenig Angst hatte was diese Entscheidung angeht, war was andere Leute über mich denken würden bzw werden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass mich jetzt einige für schwach, unzuverlässig oder auch unreif halten werden und ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich eine gewisse Zeit darum gesorgt habe. Deshalb möchte ich diese Leute jetzt direkt ansprechen:
Ich habe mich alleine an einen Ort begeben, der über 6000 km von meinem Zuhause entfernt liegt und meine Familie, meine Freunde, meinen Freund und meine "Wohlfühl-Zone" verlassen, obwohl ich erst 19 Jahre alt bin, habe ich etwas getan, was sich andere Leute ihr Leben lang nicht trauen. Ich habe eine Verantwortung übernommen und halte jetzt schon über 5 Wochen mit sehr starkem Heimweh aus, werde noch weitere 2 Monate aushalten (müssen) und war dann insgesamt 4 Monate lang in einem fremden Land, in dem ich niemanden kannte und in dem ich mir ein komplett neues Leben aufbauen musste. UND ich habe mich getraut meinen Mund aufzumachen und zu sagen, dass ich nach Hause möchte, was sich sicher nicht viele Leute trauen. Auch können nicht viele Leute von sich behaupten, dass sie es überhaupt versucht hätten und letztendlich weiß niemand so richtig wie ich mich fühle, ausgenommen die Leute die in der gleichen Situation waren, oder sind, wie ich. Wer jetzt immer noch meint über mich urteilen zu wollen tut mir einfach nur Leid - und interessiert mich auch herzlich wenig. Ich weiß, dass die Leute die ich liebe, die Leute die zählen, hinter mir stehen - und das ist alles was wichtig ist. Auf nichts anderes kommt es an. 1. dass man selbst hinter seinen Entscheidungen stehen kann, was ich tue, und 2. dass man nicht alleine steht.
Nun ja, jetzt zähle ich die Tage bis Weihnachten, versuche aber mich nicht zu sehr darauf zu konzentrieren, weil ich die letzte Zeit hier doch noch genießen möchte, denn letztendlich möchte ich meine Zeit hier in guter Erinnerung behalten und mich nicht nur schlecht fühlen wenn ich später einmal zurück blicke.
Liebe Grüße,
Jenny
Meine Hostmum ist heute auf mich zugekommen und hat mich gefragt ob ich nach Hause möchte, sie sieht, dass es mir nicht gut geht und möchte etwas dagegen tun, damit ich wieder glücklich werde. Ich habe dann irgendwie versucht ihr zu erklären wie ich mich fühle. Zum Beispiel hatte ich gestern einen wirklich guten Tag, was den heutigen einfach noch schlimmer gemacht hat. Dadurch, dass ich mich gestern gut gefühlt habe, hat sich meine mittlerweile normale Stimmung schlimmer angefühlt als vorher, deswegen war ich auch heute sehr niedergeschlagen. Wir haben noch sehr lange geredet und sie hat nochmal betont, dass sie mir absolut keine Vorwürfe macht, weil es einfach etwas ist was man vorher nicht wissen kann, dass wir auf jeden Fall in Kontakt bleiben und dass sie mich mit den Kindern im Sommer besuchen kommt, was mich auch sehr gefreut hat, denn auch wenn ich hier nicht wirklich glücklich bin liegt es letztendlich nicht an ihnen und sie sind jetzt schon wie ein Teil meiner Familie für mich geworden und ich weiß ganz genau, dass ich sie alle sehr vermissen werde.
Jetzt fühle ich mich dann doch irgendwie erleichtert und weiß auch, dass ich die nächsten 2 Monate viel mehr genießen kann und hoffentlich auch werde! Es gibt immer noch so viel zu sehen und da mir jetzt quasi "nur" noch 2 Monate bleiben, werde ich alles dafür geben so viel wie möglich von New York aber auch von dem Rest der USA zu sehen. Da ich am Samstag arbeiten muss, hat meine Hostmum mir vorgeschlagen, dass ich mit den Kindern ins "Museum of Natural History" gehen kann, was man zb. aus dem Film "Nachts im Museum" kennt, worauf ich mich auch echt freue, da wollte ich nämlich die ganze Zeit schon hin. Außerdem werde ich demnächst mal mit der Staten Island Ferry fahren und mir die Freiheitsstatue genauer ansehen und mit Hanna vllt noch mal zum Top of the Rock. Ich werde auch noch Emilie in Washington DC und Lola in Raleigh (North Carolina) besuchen und dann mal sehen was ich mir sonst noch so angucken kann, evtl fahre ich noch an einem Wochenende mit Hanna nach Boston.
Wovor ich ein wenig Angst hatte was diese Entscheidung angeht, war was andere Leute über mich denken würden bzw werden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass mich jetzt einige für schwach, unzuverlässig oder auch unreif halten werden und ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich eine gewisse Zeit darum gesorgt habe. Deshalb möchte ich diese Leute jetzt direkt ansprechen:
Ich habe mich alleine an einen Ort begeben, der über 6000 km von meinem Zuhause entfernt liegt und meine Familie, meine Freunde, meinen Freund und meine "Wohlfühl-Zone" verlassen, obwohl ich erst 19 Jahre alt bin, habe ich etwas getan, was sich andere Leute ihr Leben lang nicht trauen. Ich habe eine Verantwortung übernommen und halte jetzt schon über 5 Wochen mit sehr starkem Heimweh aus, werde noch weitere 2 Monate aushalten (müssen) und war dann insgesamt 4 Monate lang in einem fremden Land, in dem ich niemanden kannte und in dem ich mir ein komplett neues Leben aufbauen musste. UND ich habe mich getraut meinen Mund aufzumachen und zu sagen, dass ich nach Hause möchte, was sich sicher nicht viele Leute trauen. Auch können nicht viele Leute von sich behaupten, dass sie es überhaupt versucht hätten und letztendlich weiß niemand so richtig wie ich mich fühle, ausgenommen die Leute die in der gleichen Situation waren, oder sind, wie ich. Wer jetzt immer noch meint über mich urteilen zu wollen tut mir einfach nur Leid - und interessiert mich auch herzlich wenig. Ich weiß, dass die Leute die ich liebe, die Leute die zählen, hinter mir stehen - und das ist alles was wichtig ist. Auf nichts anderes kommt es an. 1. dass man selbst hinter seinen Entscheidungen stehen kann, was ich tue, und 2. dass man nicht alleine steht.
Nun ja, jetzt zähle ich die Tage bis Weihnachten, versuche aber mich nicht zu sehr darauf zu konzentrieren, weil ich die letzte Zeit hier doch noch genießen möchte, denn letztendlich möchte ich meine Zeit hier in guter Erinnerung behalten und mich nicht nur schlecht fühlen wenn ich später einmal zurück blicke.
Liebe Grüße,
Jenny
Dienstag, 15. Oktober 2013
(Koch-)Frust
Ich bin gerade SO übertrieben genervt, ich weiß mittlerweile echt nicht mehr was ich machen soll. Die Kinder essen absolut NICHTS was ich koche. Kochen hat mir früher so Spaß gemacht, ich hab es geliebt zu kochen und mittlerweile hasse ich es, alles ist "bäh" und "eklig", ich kann einfach nicht mehr, das belastet mich auch psychisch total. Ich kann echt machen was ich will, sogar das Lieblingsgericht von M., das wirklich nur ein ganz kleines bisschen anders geschmeckt hat, Butternut Squash Suppe, aber die essen das einfach aus Prinzip nicht, die wollen es nicht mal probieren und ich hab mittlerweile einfach auch keinen Bock mehr auf die ganze Scheiße. Meine Gastmutter droht zwar immer mit dem Entzug von Nachtisch und TV aber im Endeffekt macht sie doch nichts, sie lässt sich echt alles von den Kindern gefallen. Die hätten es eigentlich verdient mal ohne Essen ins Bett zu gehen und eine Woche lang kein TV zu bekommen, das geht so einfach nicht weiter. Aber das ist hier ja anscheinend normal in Scheiß-Amerika, die ganzen Kinder hier sind total verzogen, haben keine Manieren, sind Respektlos und diese Liste könnte ich immer weiter schreiben. Falls ich jemals Kinder haben sollte werde ich die mit Sicherheit nicht so mit mir umspringen lassen, ich finde sowieso das viele Kinder einfach viel zu viel in den Arsch gestopft bekommen, wenn man so klein ist braucht man nicht jeden Tag 1-2 Stunden TV zu gucken und man braucht auch in der Grundschule noch kein Handy, vor allem keins mit Touchscreen, und man braucht auch nicht jedes Spielzeug aus der Werbung wenn man eh schon das ganze Zimmer voll hat. Echt, wenn ich darüber nachdenke wie wenig andere Menschen haben und dann den Mist hier sehe kriege ich zu viel! Das ganze Essen, was die Kinder nicht wollen, vergammelt hier, während wo anders Menschen am verhungern sind und die checken das einfach nicht, egal wie oft ich versuche das zu erklären. Klar, ich esse auch nicht alles und ich gönne mir auch mal ab und zu was, was ich nicht brauche, aber ich weiß es wenigstens zu schätzen und ich lasse es nicht einfach so vergammeln. Diese ganze "Kultur" hier geht mir so auf die Nerven, ich finde gerade einfach alles nur scheiße hier.
So. Jetzt habe ich alles aufgeschrieben und kann mich "positiveren" Dingen widmen. Zum Beispiel war ich heute auf der Brooklynbridge, leider viel zu warm angezogen, als ich los bin wars noch kalt und dann war ich da und es war mega warm.. naja, und ich fand es eigentlich ganz schön, aber es war irgendwie nicht so was besonderes, ich hatte jetzt nicht so nen "WOW"-Moment. Ich bin dann über die Brücke gelaufen, hab ein paar Fotos gemacht und bin dann irgendwie sogar noch hoch bis Tribeca gelaufen und dann zurück nach Hause gefahren. Auf dem Rückweg bin ich bei Barnes&Noble vorbei und hab mir zum einen "The Boy in the Striped Pajamas" geholt, weil ich endlich mal wieder was lesen wollte, und zum anderen ein Sudoku-Buch, weil ich echt merke, dass ich hier nicht sonderlich viel mache um mein Hirn mal ein wenig anzustrengen und dann dachte ich mir, dass es vllt helfen könnte meine grauen Zellen mal wieder zu aktivieren.
Ansonsten war halt heute noch das Suppen-Dilemma wo ich das Kind echt hätte klatschen können. Ich hab mich dann nach dem Essen auch erst mal nach Draußen verzogen, weil ich etwas frische Luft und Zeit für mich gebraucht habe.
Allgemein habe ich das Gefühl, dass sich meine Hostmum in letzter Zeit nicht mehr so wirklich für mich interessiert. Sie fragt mich zwar immer wie es mir geht, lässt dann aber unsere "Verabredungen" einfach platzen bzw. vergisst mich einfach. Auch ist sie seit ich in meinem Zimmer bin nicht einmal reingekommen um zu gucken ob alles okay ist oder so. Naja, muss sie selber wissen, ich hab mittlerweile auch keine Lust mehr darauf. Klar, ich könnte einfach zu ihr hingehen und was sagen, aber was soll ich schon sagen, ich bin ja theoretisch "nur" das Au Pair. Wenn ich jetzt sage "Hey, ich bin quasi auch noch ein Kind, ich brauch ein bisschen Aufmerksamkeit" wäre das auch irgendwie unangebracht.
Aber das fehlt mir einfach, meine Eltern, die mir Aufmerksamtkeit schenken, sich um mich kümmern wenn es mir schlecht geht und mich in den Arm nehmen. Allgemein einfach Nähe, ich vermisse auch meinen Freund so sehr, ich will einfach mal wieder in den Arm genommen werden..
Wie man jetzt merkt hat sich noch nichts geändert. Ich glaube es sind jetzt so ca. 5 Wochen wo ich mich eigentlich konstant schlecht fühle und ich merke, dass ich nicht mehr ich selbst bin, ich bin einfach total unglücklich hier, und ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass sich an der ganzen Situation noch viel ändern wird. Und um ehrlich zu sein nervt es mich total, dass mir immer alle Leute sagen ich muss mich nur ablenken. Das ist so eine gequirlte Scheiße. Natürlich hilft das für ein paar Stunden, aber am Ende vom Tag liegt man trotzdem alleine im Bett, fühlt sich schlecht und fragt sich was man hier überhaupt macht. Ich habe es mit Ablenkung versucht, wirklich, und ich kann ganz ehrlich sagen, dass das NICHT hilft. Zumindest mir nicht. Ich persönlich glaube auch, dass es einfach auch an dem Grund liegt warum man Heimweh hat. Wenn es einfach ein paar Dinge sind, die einen stören, nicht aber das ganze Au Pair Program an sich, dann hilft es natürlich sich abzulenken, weil man ja theoretisch glücklich ist hier zu sein und man an den Dingen die einen stören was machen kann. Wenn es aber wie bei mir ist, dass die ganze Sache einfach nichts für einen ist und dass man wirklich unglücklich hier ist, bringt es einfach absolut nichts sich abzulenken. Wie schon gesagt, vielleicht für ein paar Stunden, aber im Endeffekt hilft es einem nicht. Man muss schon an sich glücklich sein, dass man bei dem Program mitmacht und hier ist und sich sicher sein, dass man das auch wirklich will.
Ich kann jedenfalls jetzt für mich sagen, dass zum einen das ganze Au Pair Program einfach nichts für mich ist und zum anderen, dass Amerika, zumindest Nordamerika und so wie ich es zur Zeit erlebe, auch nichts für mich ist.
Das wars dann auch schon wieder für heute, tut mir Leid, dass der Post so negativ ist, aber ich muss echt mal meinen ganzen Frust rauslassen.
Jenny
So. Jetzt habe ich alles aufgeschrieben und kann mich "positiveren" Dingen widmen. Zum Beispiel war ich heute auf der Brooklynbridge, leider viel zu warm angezogen, als ich los bin wars noch kalt und dann war ich da und es war mega warm.. naja, und ich fand es eigentlich ganz schön, aber es war irgendwie nicht so was besonderes, ich hatte jetzt nicht so nen "WOW"-Moment. Ich bin dann über die Brücke gelaufen, hab ein paar Fotos gemacht und bin dann irgendwie sogar noch hoch bis Tribeca gelaufen und dann zurück nach Hause gefahren. Auf dem Rückweg bin ich bei Barnes&Noble vorbei und hab mir zum einen "The Boy in the Striped Pajamas" geholt, weil ich endlich mal wieder was lesen wollte, und zum anderen ein Sudoku-Buch, weil ich echt merke, dass ich hier nicht sonderlich viel mache um mein Hirn mal ein wenig anzustrengen und dann dachte ich mir, dass es vllt helfen könnte meine grauen Zellen mal wieder zu aktivieren.
Ansonsten war halt heute noch das Suppen-Dilemma wo ich das Kind echt hätte klatschen können. Ich hab mich dann nach dem Essen auch erst mal nach Draußen verzogen, weil ich etwas frische Luft und Zeit für mich gebraucht habe.
Allgemein habe ich das Gefühl, dass sich meine Hostmum in letzter Zeit nicht mehr so wirklich für mich interessiert. Sie fragt mich zwar immer wie es mir geht, lässt dann aber unsere "Verabredungen" einfach platzen bzw. vergisst mich einfach. Auch ist sie seit ich in meinem Zimmer bin nicht einmal reingekommen um zu gucken ob alles okay ist oder so. Naja, muss sie selber wissen, ich hab mittlerweile auch keine Lust mehr darauf. Klar, ich könnte einfach zu ihr hingehen und was sagen, aber was soll ich schon sagen, ich bin ja theoretisch "nur" das Au Pair. Wenn ich jetzt sage "Hey, ich bin quasi auch noch ein Kind, ich brauch ein bisschen Aufmerksamkeit" wäre das auch irgendwie unangebracht.
Aber das fehlt mir einfach, meine Eltern, die mir Aufmerksamtkeit schenken, sich um mich kümmern wenn es mir schlecht geht und mich in den Arm nehmen. Allgemein einfach Nähe, ich vermisse auch meinen Freund so sehr, ich will einfach mal wieder in den Arm genommen werden..
Wie man jetzt merkt hat sich noch nichts geändert. Ich glaube es sind jetzt so ca. 5 Wochen wo ich mich eigentlich konstant schlecht fühle und ich merke, dass ich nicht mehr ich selbst bin, ich bin einfach total unglücklich hier, und ich glaube auch ehrlich gesagt nicht, dass sich an der ganzen Situation noch viel ändern wird. Und um ehrlich zu sein nervt es mich total, dass mir immer alle Leute sagen ich muss mich nur ablenken. Das ist so eine gequirlte Scheiße. Natürlich hilft das für ein paar Stunden, aber am Ende vom Tag liegt man trotzdem alleine im Bett, fühlt sich schlecht und fragt sich was man hier überhaupt macht. Ich habe es mit Ablenkung versucht, wirklich, und ich kann ganz ehrlich sagen, dass das NICHT hilft. Zumindest mir nicht. Ich persönlich glaube auch, dass es einfach auch an dem Grund liegt warum man Heimweh hat. Wenn es einfach ein paar Dinge sind, die einen stören, nicht aber das ganze Au Pair Program an sich, dann hilft es natürlich sich abzulenken, weil man ja theoretisch glücklich ist hier zu sein und man an den Dingen die einen stören was machen kann. Wenn es aber wie bei mir ist, dass die ganze Sache einfach nichts für einen ist und dass man wirklich unglücklich hier ist, bringt es einfach absolut nichts sich abzulenken. Wie schon gesagt, vielleicht für ein paar Stunden, aber im Endeffekt hilft es einem nicht. Man muss schon an sich glücklich sein, dass man bei dem Program mitmacht und hier ist und sich sicher sein, dass man das auch wirklich will.
Ich kann jedenfalls jetzt für mich sagen, dass zum einen das ganze Au Pair Program einfach nichts für mich ist und zum anderen, dass Amerika, zumindest Nordamerika und so wie ich es zur Zeit erlebe, auch nichts für mich ist.
Das wars dann auch schon wieder für heute, tut mir Leid, dass der Post so negativ ist, aber ich muss echt mal meinen ganzen Frust rauslassen.
Jenny
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Mittwoch, 9. Oktober 2013
Gefühlschaos
Okay, also erst mal danke an all die Leute die meinen Blog lesen, ich hab grade gesehen, dass hier schon ca. 3.500 Leute reingeguckt haben? Ihr seid ja crazy :D
Uuuund jetzt zu dem üblichen: Bla bla, sorry dass ich so lange nichts mehr geschrieben habe, bla bla, keine Zeit, bla bla, nichts neues, bla bla, Alltag, blaa. Ja so ist das. Außer, dass ich sehr wohl Zeit hatte. Zu viel Zeit um genau zu sein. Ich hab nämlich jeden Tag von 8 Uhr morgens bis 3 Uhr nachmittags frei und NICHTS zu tun. Von daher kann ich auch nicht so viel neues berichten. Aber ich versuche es trotzdem mal.
Halloween steht bald an und wir sind hier schon fleißig am dekorieren, auf der Treppe draußen sind jetzt ganz viele "Spinnenweben", Kürbisse und sogar ein Skelett. Hier drin haben wir zum Glück nicht so viel Deko. Halloween ist nicht mein liebster "Feiertag", ich freue mich besonders auf Thanksgiving - viel essen - und die Weihnachtszeit - Schlittschuh fahren, Weihnachtsbaum am Rockefeller Center und ganz viel Deko.. UND ich kann nach Hause. Um ehrlich zu sein ist die Tatsache, dass ich in 73 Tagen und 8 Stunden meine Lieben wieder in den Arm nehmen kann mein einziger Lichtblick. Ich habe immer noch extrem Heimweh und egal was ich versuche, es geht einfach nicht weg. Mittlerweile habe ich diese Stimmung einfach akzeptiert und lasse die Tage so an mir vorbei ziehen. Ich habe auch schon mit meiner Hostmum geredet und wir sind beide der Meinung, dass ich nach Hause gehen sollte, falls es nicht besser wird. Wir haben uns Ende November als Deadline gesetzt, allerdings ist es zur Zeit schon so, dass ich lieber nach Hause will. Ich wollte wirklich gerne hier sein und ich liebe meine Gastfamilie sehr, aber das ist es alles nicht wert, wenn ich nicht glücklich bin und der Gedanke daran an Weihnachten, meinem Geburtstag und so weiter Zuhause zu sein ist so schön, dass ich eigentlich jetzt schon weiß, dass es sich nicht mehr ändern wird.
Ich bin von mir selbst enttäuscht, weil ich dachte ich könnte es schaffen 1 Jahr von Zuhause wegzubleiben. Ich wusste, dass ich evtl. Heimweh bekommen würde, aber ich hätte echt niemals damit gerechnet, dass es SO schlimm wird. Zur Zeit muss ich ehrlich sagen, dass ich jedem davon abraten würde wirklich 1 ganzes Jahr zu gehen. Ich habe mit vielen Mädchen geschrieben, die zur gleichen Zeit wie ich hergekommen sind und so viele haben gerade das gleiche Problem wie ich, auch Emilie, das Mädchen aus Dänemark, geht es nicht gut, sie war sogar schon im Rematch, weil sie erst bei einer Familie war die ziemlich kacke ist, und obwohl sie ihre neue Familie liebt hat sie genau so schlimmes Heimweh wie ich und will einfach nur nach Hause. Und Hanna hat auch Heimweh, genau so wie einfach echt viele andere Mädchen auch.. klar gibt es welche, die sich der Situaton anpassen oder die erst gar kein Heimweh bekommen, aber ich gehöre leider nicht dazu. Ich habe das Gefühl, dass ich hier einfach nicht hingehöre.. Ich mag Amerika nicht, ich finde New York wird überbewertet, das Essen hier nervt mich total, ich will einfach nur richtiges Brot und Nudelsuppe und Schokolade und richtigen Käse und Wurst und nicht den ganzen Mist hier.. ich will meine Familie, meinen Freund, meine Freunde, meinen Hund, mein Haus, mein Bett, mein Bonn wieder haben..
Ich versuche einfach weiterhin mich abzulenken, aber auch das ist nicht mehr ganz so einfach. Ich habe keine Lust mehr zu kochen, weil die Kinder eh alles scheiße finden und nichts essen.. ich hab es so geliebt zu kochen und jetzt habe ich absolut keine Lust mehr drauf. Ich hab keine Lust mehr zu shoppen, was ich früher immer gemacht habe um mich besser zu fühlen, was auch geklappt hat, aber mittlerweile wenn ich in die Stadt gehe fühle ich mich einfach nur noch leer und einsam. Ich finde nichts was mir gefällt und ich sehe niemanden der mich kennt. Ich fühl mich einsam in einer Menge von Menschen. Mittlerweile hab ich echt schon ein bisschen Angst, dass ich depressiv werde oder so, was ich echt nicht hoffe, das wäre irgendwie nicht so toll.
Auch meine Gastmutter meinte sie macht sich ein bisschen Sorgen um mich und meinte sie versucht mal irgendwas für mich zu finden was ich tagsüber machen kann.
Ich hätte eigentlich mal Lust auf Sightseeing, aber das Problem ist, dass voll viele Sachen entweder richtig viel kosten, oder relativ weit entfernt sind, dass es sich von der Zeit her schon fast nicht lohnt hinzufahren. Es kostet auch jedes mal 2,50$ mit der Bahn zu fahren, da man ja noch zurück kommen muss 5$, was dann auf Dauer auch irgendwie blöd ist..
Naja, ich versuche euch mehr auf dem Laufenden zu halten, es tut mir wenn ich den Blog ewas vernachlässige, aber wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, habe ich zur Zeit ein paar andere Dinge im Kopf.
Liebste Grüße <3
Uuuund jetzt zu dem üblichen: Bla bla, sorry dass ich so lange nichts mehr geschrieben habe, bla bla, keine Zeit, bla bla, nichts neues, bla bla, Alltag, blaa. Ja so ist das. Außer, dass ich sehr wohl Zeit hatte. Zu viel Zeit um genau zu sein. Ich hab nämlich jeden Tag von 8 Uhr morgens bis 3 Uhr nachmittags frei und NICHTS zu tun. Von daher kann ich auch nicht so viel neues berichten. Aber ich versuche es trotzdem mal.
Halloween steht bald an und wir sind hier schon fleißig am dekorieren, auf der Treppe draußen sind jetzt ganz viele "Spinnenweben", Kürbisse und sogar ein Skelett. Hier drin haben wir zum Glück nicht so viel Deko. Halloween ist nicht mein liebster "Feiertag", ich freue mich besonders auf Thanksgiving - viel essen - und die Weihnachtszeit - Schlittschuh fahren, Weihnachtsbaum am Rockefeller Center und ganz viel Deko.. UND ich kann nach Hause. Um ehrlich zu sein ist die Tatsache, dass ich in 73 Tagen und 8 Stunden meine Lieben wieder in den Arm nehmen kann mein einziger Lichtblick. Ich habe immer noch extrem Heimweh und egal was ich versuche, es geht einfach nicht weg. Mittlerweile habe ich diese Stimmung einfach akzeptiert und lasse die Tage so an mir vorbei ziehen. Ich habe auch schon mit meiner Hostmum geredet und wir sind beide der Meinung, dass ich nach Hause gehen sollte, falls es nicht besser wird. Wir haben uns Ende November als Deadline gesetzt, allerdings ist es zur Zeit schon so, dass ich lieber nach Hause will. Ich wollte wirklich gerne hier sein und ich liebe meine Gastfamilie sehr, aber das ist es alles nicht wert, wenn ich nicht glücklich bin und der Gedanke daran an Weihnachten, meinem Geburtstag und so weiter Zuhause zu sein ist so schön, dass ich eigentlich jetzt schon weiß, dass es sich nicht mehr ändern wird.
Ich bin von mir selbst enttäuscht, weil ich dachte ich könnte es schaffen 1 Jahr von Zuhause wegzubleiben. Ich wusste, dass ich evtl. Heimweh bekommen würde, aber ich hätte echt niemals damit gerechnet, dass es SO schlimm wird. Zur Zeit muss ich ehrlich sagen, dass ich jedem davon abraten würde wirklich 1 ganzes Jahr zu gehen. Ich habe mit vielen Mädchen geschrieben, die zur gleichen Zeit wie ich hergekommen sind und so viele haben gerade das gleiche Problem wie ich, auch Emilie, das Mädchen aus Dänemark, geht es nicht gut, sie war sogar schon im Rematch, weil sie erst bei einer Familie war die ziemlich kacke ist, und obwohl sie ihre neue Familie liebt hat sie genau so schlimmes Heimweh wie ich und will einfach nur nach Hause. Und Hanna hat auch Heimweh, genau so wie einfach echt viele andere Mädchen auch.. klar gibt es welche, die sich der Situaton anpassen oder die erst gar kein Heimweh bekommen, aber ich gehöre leider nicht dazu. Ich habe das Gefühl, dass ich hier einfach nicht hingehöre.. Ich mag Amerika nicht, ich finde New York wird überbewertet, das Essen hier nervt mich total, ich will einfach nur richtiges Brot und Nudelsuppe und Schokolade und richtigen Käse und Wurst und nicht den ganzen Mist hier.. ich will meine Familie, meinen Freund, meine Freunde, meinen Hund, mein Haus, mein Bett, mein Bonn wieder haben..
Ich versuche einfach weiterhin mich abzulenken, aber auch das ist nicht mehr ganz so einfach. Ich habe keine Lust mehr zu kochen, weil die Kinder eh alles scheiße finden und nichts essen.. ich hab es so geliebt zu kochen und jetzt habe ich absolut keine Lust mehr drauf. Ich hab keine Lust mehr zu shoppen, was ich früher immer gemacht habe um mich besser zu fühlen, was auch geklappt hat, aber mittlerweile wenn ich in die Stadt gehe fühle ich mich einfach nur noch leer und einsam. Ich finde nichts was mir gefällt und ich sehe niemanden der mich kennt. Ich fühl mich einsam in einer Menge von Menschen. Mittlerweile hab ich echt schon ein bisschen Angst, dass ich depressiv werde oder so, was ich echt nicht hoffe, das wäre irgendwie nicht so toll.
Auch meine Gastmutter meinte sie macht sich ein bisschen Sorgen um mich und meinte sie versucht mal irgendwas für mich zu finden was ich tagsüber machen kann.
Ich hätte eigentlich mal Lust auf Sightseeing, aber das Problem ist, dass voll viele Sachen entweder richtig viel kosten, oder relativ weit entfernt sind, dass es sich von der Zeit her schon fast nicht lohnt hinzufahren. Es kostet auch jedes mal 2,50$ mit der Bahn zu fahren, da man ja noch zurück kommen muss 5$, was dann auf Dauer auch irgendwie blöd ist..
Naja, ich versuche euch mehr auf dem Laufenden zu halten, es tut mir wenn ich den Blog ewas vernachlässige, aber wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, habe ich zur Zeit ein paar andere Dinge im Kopf.
Liebste Grüße <3
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